
WALLDÜRN. „Einsatzobjekt“ bei der diesjährigen Frühjahrshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn-Stadt, war die Firma Heimberger in der Buchener Straße. Bereits wenige Minuten nach der um 19.13 Uhr über die digitalen Gleichwellenfunk-Funkmeldeempfänger beziehungsweise über Funk und mittels Sirenen ausgelösten Alarmierung erreichten die ersten Einsatzfahrzeuge den „Einsatzort“.
Die Übungsannahme war wie folgt: Aufgrund einer Verpuffung im zentralen Spänesilo und der daraus resultierenden Ausbreitung durch Absaugsystem kommt es an mehreren Stellen der Firma Heimberger zu einer starken Rauchentwicklung, aufgrund derer von einem Brand auszugehen ist. Zu der Zeit befinden sich mehrere Personen in der Firma, von denen einige vermisst werden. Eine der Personen war mit Wartungsarbeiten am Gatter im Sägewerk beschäftigt und ist vom Gatter in einen 2,50 Meter tiefen Schacht gestürzt und wurde dort von einem Holzstamm eingeklemmt. Von den anderen sind keine weiteren Informationen vorhanden.
Für die Feuerwehrmänner galt es, die Brandbekämpfung mit Personenrettung durchzuführen, die Brandausbreitung zu verhindern und die Gebäudeteile von Brandrauch zu befreien, sowie für die Erstversorgung der Verletzten und für die medizinische Erstversorgung für die Einsatzkräfte durch die acht Mann starke SEG des DRK-Ortsvereins Walldürn unter der Leitung von Meikel Dörr zu sorgen. Die ganze Übung, die als „Großübung“ durchgeführt wurde, sollte dazu dienen, den Einsatzkräften Verbesserungspotenzial im „Ernstfall“ aufzuzeigen.
Zusammenarbeit geübt
Der Abteilungskommandant der Abteilungswehr „Walldürn Stadt“, Matthias Meidel, und dessen Stellvertreter Sascha Dörr als Einsatzleiter sorgten umgehend für den Einsatz der Feuerwehrleute, während die Schnelleinsatzgruppe einen Verletztensammelplatz einrichtete. Der gesamte Übungsverlauf sollte bedingt durch eine solche Schadenslage unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit und der Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen ablaufen, was auch gelang. Die Firma Heimberger sollte Erkenntnisse zur Verbesserung des Brandschutzes und Erkenntnisse zum schnellen Eingreifen im Unfall-/Brandfall gewinnen, was ebenfalls gelang.
Einsatz gewürdigt
Aufgrund der ersten Lageerkenntnis vor Ort wurde von der Einsatzleitung festgestellt, dass bedingt durch das großflächige Gelände und die schlechte Wasserversorgung vor Ort die Einsatzübung in mehrere Abschnitte aufgeteilt werden musste: Abschnitt 1 „Sägewerk“, Abschnitt 2 „Werkstatt und Wohngebäude“, Abschnitt 3 DRK. In der Werkstatt der Firma Heimberger fand anschließend die „Manöverkritik“ statt. Nachdem der 1. Stellvertretende Abteilungskommandant der Feuerwehr, Markus Stäudinger, den Übungsverlauf erläutert hatte, würdigte Bürgermeister Markus Günther die Leistung aller noch an dieser Übung beteiligten Feuerwehrleute sowie der DRKSchnelleinsatzgruppe und den guten Verlauf. Diese Hauptübung diene primär der Optimierung und der Zusammenarbeit aller Beteiligten und man wolle Erkenntnisse über weitere Maßnahmen und Verhaltensweisen für den Ernstfall gewinnen. Die Stadt Walldürn sei stolz auf ihre schlagkräftige Freiwillige Feuerwehr ist, deren Mitglieder den Feuerwehrdienst zum Wohle der Allgemeinheit durchweg ehrenamtlich ausüben und dabei einen Teil ihrer Freizeit zum Schutze der Bevölkerung in den Dienst der Gesellschaft stellen. Nach einer Ansprache von Mathias Meidel, der sich ebenfalls sehr zufrieden zeigte mit der Übung und ebenfalls allen Beteiligten dankte, schloss sich noch im Werkstatt-Areal der Firma Heimberger ein gemütliches Beisammensein an.
Bericht entnommen aus der FN, 19.05.2011, Aufnahme: Stieglmeier
Deutsches Rotes Kreuz
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